[Neuerscheinung] Ostfrieslandkrimi "Der Blaue Stern" - Interview mit Ulrike Busch

NEUERSCHEINUNG


Guten Morgen! 
Startet mit uns und einer spektakulären Neuerscheinung in den Freitag! 
Erlebt eine spannungsgeladene, hochdramatische Story rund um eine Frau, die im Zeugenschutzprogramm landet, weil sie ins Fadenkreuz eines Unterweltbosses geraten ist. Umzug, neuer Name, das alte Leben hinter sich lassen, nur die nötigsten Dinge einpacken. Alles andere ist Vergangenheit, in die es kein Zurück gibt! 
Es wird mörderisch. Der brillante Ostfrieslandkrimi ist ein MUSS für alle Krimifans!



Titel: Der Blaue Stern
Autorin: Ulrike Busch
Genre: Ostfrieslandkrimi 
ISBN: 9783955735272
Preis: 3,99 Euro 

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Die anderen gängigen Online-Buchportale folgen in den nächsten Stunden.

Kurzbeschreibung:
Düstere Wolken ziehen auf über dem friesischen Neuharlingersiel. Niemand in dem beschaulichen Fischerdorf ahnt, wer die neu Hinzugezogene wirklich ist. Geflüchtet in ein Zeugenschutzprogramm, versucht die Goldschmiedin Inka Brook, hier ein neues Leben zu beginnen. Schuldlos war sie aufgrund der kriminellen Machenschaften ihres Freundes in das Visier der Mafia geraten. Alles dreht sich um den Blauen Stern, einen Diamanten von unschätzbarem Wert … 
Die neue Identität soll Inka schützen. Überraschende Hilfe erhält sie von einer jungen ostfriesischen Journalistin, die keine Angst kennt und in dem Fall recherchiert. Doch die Mafia legt sich einen perfiden Plan zurecht und schreckt vor keinem Mittel zurück. Schon bald ist es vorbei mit der friesischen Idylle in Neuharlingersiel …

Natürlich haben wir auch einen kleinen Blick ins Buch für Euch:
[...] Vor Angst fast gelähmt, zwängte Inka sich zwischen den Latten hindurch in das frisch ausgehobene Grab. Sie legte ihren zitternden, kalten Finger auf das Notrufsymbol ihres Handys. Da hörte sie Stimmen. Sie kamen näher. Ein Hund bellte. »Hier!«, rief ein Mann. Trampelnde Schritte ließen den Boden vibrieren. Verloren! Inka glaubte zu sterben. Das Smartphone fiel ihr aus der Hand. Verzweifelt schrie sie um Hilfe und zwängte sich in eine Ecke des Grabes. Die Latten wurden beiseitegeschoben. Inka verbarg ihr Gesicht hinter den Händen. Ihr Atem stockte. [...]



Interview mit Ulrike Busch



1. Liebe Ulrike, bitte stelle dich den Lesern kurz vor: Wie bist du zum Schreiben gekommen?
Das Schreiben an sich ist schon lange mein Beruf: Ich bin seit bald 30 Jahren als Texterin und Technische Redakteurin tätig, seit 2003 freiberuflich selbständig. Im Oktober 2012 hatte ich plötzlich Lust, mal ganz was anderes zu schreiben, und ich hatte eine Romanidee. Ich hab einfach losgelegt. Ein gutes Jahr später war das Buch fertig, und ich habe beschlossen, weiterzumachen. Zuerst war das ein Hobby, eine tolle Abwechslung zu meinem Beruf. Inzwischen ist das Bücherschreiben mein Hauptberuf.

2. “Der Blaue Stern” ist dein 1. Roman der im Klarant Verlag erscheint. Magst du uns etwas mehr darüber erzählen?
Die Idee zu dem Buch ist entstanden, nachdem ich in einer Zeitschrift einen Bericht über Zeugenschutzprogramme gelesen und mehrere TV-Spielfilme zu dem Thema gesehen habe. Mich hat die Frage sehr beschäftigt, was es für einen Menschen bedeutet, von einem Moment zum anderen sein Leben aufgeben und eine andere Identität annehmen zu müssen. Ich konnte mir kaum vorstellen, dass das in letzter Konsequenz wirklich geht. "Der Blaue Stern“ zeigt, wie schwierig sich solch eine Situation gestaltet – gerade in Zeiten des Internets – und wie groß die Angst vor Entdeckung ist. 


Zeugenschutzprogramm in Neuharlingersiel

3. Zu welchem Zeitpunkt der Romanentstehung wusstest du, wie er aus geht? Gab es alternative Enden?
Als ich mit dem Roman begann, hatte ich das Ende ganz klar im Kopf. Doch noch während ich am ersten Kapitel saß, habe ich die Figur des Daniel Kornblum charakterlich stark geändert. Das brachte mehr Unsicherheit, mehr Spannung in die Geschichte. Diese Änderung hat sich natürlich auf die gesamte Handlung ausgewirkt, ganz gravierend auf das Finale, das sich damit sogar ins Gegenteil verkehrt hat. Und eine ganz persönliche Entscheidung, die die Protagonistin im Nachspann fällt, hatte ich überhaupt nicht geplant; die hat sich ganz spontan ergeben. 




4. Erzähle uns aus deinem Alltag als Autorin – wie läuft dein Tag ab? Was gefällt dir besonders an deinem Beruf?
Auch wenn ich eher eine Nachtaktive bin: Ab neun, halb zehn sitze ich am Schreibtisch. Um mein Gehirn auf Betriebstemperatur zu bringen, kümmere ich mich zuerst um administrative Dinge, schreibe Mails und überarbeite die Kapitel, die ich am Vortag geschrieben habe. Dann geht’s im wahrsten Sinne des Wortes weiter im Text.
Was ich am Beruf des Autors spannend finde, ist zum einen das Handwerkliche, die intensive Arbeit am Text; dem ersten Entwurf folgen ja etliche Überarbeitungen. Zum anderen ist es faszinierend, neue Figuren und kleine Welten erschaffen zu können, in denen sie leben und agieren. Was mich immer wieder begeistert, das sind all die Kontakte zu den wunderbaren Menschen, die ich ohne das Bücherschreiben nie kennengelernt hätte: Leser/innen, Buchbloggerinnen, Autorenkollegen, aber auch Verleger/innen und ihre Teams. All diese Menschen sind eine große Bereicherung für mich, und ich bin ausgesprochen dankbar, dass ich diesen Weg gehen darf.

5. Welche Verbindung hast du zum Norden und insbesondere zur Nordsee?
Die unendlich weite, grüne Landschaft des Nordens hat mich schon als Kind in ihren  Bann gezogen. Natürlich auch das Meer und diese Urgewalt, die dahintersteckt. Und der Wind, der einem immer eine frische Brise und den Geruch von Salz und Tang um die Nase weht. Ich bin ein sehr naturverbundener Mensch, und diese urwüchsige Landschaft, das Watt und die See erden mich ganz besonders. Für mich hat das was von Authentizität, Ehrlichkeit und innerer Ruhe – na ja, Letzteres zumindest, solang es nicht über Windstärke 8 hinausgeht.



6. Was ist für dich das besondere an Ostfriesland und den Ostfriesen?
Mit Ostfriesland verbinde ich Geborgenheit und heile Welt. Dazu trägt neben der idyllischen Landschaft natürlich auch die berühmte Teezeremonie bei; ich selbst bin begeisterte Teetrinkerin. Und dann diese heimeligen Orte. Leer ist eine traumhaft schöne Stadt, Greetsiel bezaubernd, um nur einige zu nennen. Hier kann man vergessen, dass die Welt da draußen ganz anders aussieht. An den Ostfriesen mag ich vor allem die Bodenständigkeit und diese unaufgeregte Herzlichkeit, die von innen kommt und unerschütterlich ist.


Ulrike Busch liebt Greetsiel

7. Wie sehr wachsen einem die Charaktere ans Herz beim Schreiben eines Buches?
Sehr! Als mein erster Roman fertig war, habe ich lange gebraucht, um mich innerlich von den Charakteren zu lösen. Fast hatte ich Angst, ich würde nie wieder ein neues Buch schreiben können, weil es mir nur schwer gelang, aus der Figurenwelt, die ich da geschaffen hatte, auszusteigen. Inzwischen habe ich gelernt, dass auch hier, wie im wahren Leben, Abschiede dazugehören. Dass man Figuren gehen lassen muss, sich aber immer gern an sie erinnern darf. 

8. Wie gestaltest du deine Freizeit am liebsten?
Ich treibe gern Sport. Im Fitness-Studio, beim Kardio- und Gerätetraining, kann ich mich auspowern und gleichzeitig entspannen. Hinterher geht’s natürlich in die Sauna. Außerdem schwimme ich gern und fahre Fahrrad. Ich lebe im Norden Hamburgs in einer grünen, eher ländlichen Gegend und habe ein Naturschutzgebiet gleich vor der Haustür. Da drehe ich im Sommer gern spätabends noch meine Runden. Und wenn ich gerade weder am PC sitze noch Sport treibe, dann treffe ich mich mit Freunden oder lese – am liebsten übrigens eBooks, obwohl ich zuerst ein totaler Gegner elektronischer Bücher war.


9. Arbeitest du schon an einem neuen Projekt?
Oh ja! Für den Klarant-Verlag schreibe ich eine neue Krimi-Serie, die spannend und humorvoll zugleich sein wird und natürlich in Ostfriesland spielt. Zurzeit arbeite ich intensiv am ersten Fall und entwickle ein – wie ich finde – sehr sympathisches Ermittler-Team, das den Lesern bestimmt schnell ans Herz wachsen wird. Auch ein ganz goldiger Vierbeiner gehört fest dazu. Mehr wird noch nicht verraten. 
Nur eins: Erscheinen  soll der Krimi im ersten Quartal 2017. 


Wir bedanken uns bei Urlrike Busch für dieses schöne Interview und wünschen allen Leserinnen und Lesern eine schöne, spannende Lesezeit mit dem neuen Ostfrieslandkrimi 
"Der Blaue Stern"!

Euer Klarant Team

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