[Autoren im Fokus] Eine Aktion des Klarant Verlages - vom 22. - 26. Februar 2016 mit Susanne Ptak!

Autoren im Fokus


Neben dem Schreiben gehörte meine große Leidenschaft den Schafen. Darum möchte ich Euch ein wenig über mein Leben als Schafhalterin erzählen:


Wie man auf Schafe kommt? Ganz einfach – man kauft ein Grundstück, das zu klein ist, um den Lohnunternehmer kommen zu lassen, aber viel zu groß, um dem Gras mit dem Rasenmäher beikommen zu können.
Da wir außerdem noch einen Stall mit gekauft hatten, entschieden wir uns für wollige Rasenmäher.

Willow und Cloud, unsere beiden ersten Schafe, gehörten der Rasse Ostfriesisches Milchschaf an. Und da mein Herz schon immer für die Landwirtschaft schlug – etliche Jahre Urlaub auf dem Bauernhof hinterlassen ihre Spuren – wollte ich die beiden auch gerne melken.
Voraussetzung für das Melken ist allerdings, dass Schaf ein Lamm bekommt, sonst gibt’s keine Milch. Ein schafhaltender Nachbar sorgte dafür, dass unsere beiden Damen von seinem Bock beglückt wurden.
Ende März/Anfang April 2007 sollten unsere ersten Lämmer das Licht der Welt erblicken. Aufgeregt fieberte ich dem Tag der ersten Lammung entgegen. Natürlich hatte ich mich durch das Lesen entsprechender Fachliteratur gut auf das Ereignis vorbereitet – mit anderen Worten – ich hatte nicht die leiseste Ahnung…
Am späten  Nachmittag des 24. März zeigte Willow eindeutige Anzeichen von Wehen. Voller Vorfreude schlich ich jede Stunde in den Stall, aber nichts passierte; es wurde später und später. Endlich, um 2.00 Uhr morgens zeigte sich die Fruchtblase. Dann nichts mehr, kein Lamm, keine Wehen.
Ich hatte gelesen, dass man spätestens eine Stunde nachdem die Fruchtblase ausgetreten ist und kein Lamm folgte, nachfühlen solle, was denn da so los ist.  *Hüstel* Aber bestimmt nicht ich! Wozu gibt es Tierärzte?
In dieser Nacht lernte ich unseren zukünftigen Hoftierarzt kennen, der in den nächsten Jahren noch häufig unseren Stall besuchen würde.
Ungeduldig wartete ich auf sein Eintreffen. Nein, ungeduldig ist nicht das richtige Wort –panisch wäre angebrachter, denn Willow lag mit halbgeschlossenen Augen stöhnend im Stroh der Ablammbox; die anderen Schafe liefen nervös und laut blökend durch den Stall.
Als Jan hereinkam, war es plötzlich totenstill, so, als ob alle wussten, dass nun Hilfe da war.
Nur Minuten später hatte er ein riesengroßes Bocklamm aus der Mutter gezogen. Leider hatte ich in meiner Unwissenheit zu lange gewartet- das Lämmchen hatte es nicht geschafft…
Doch da war noch ein zweites. Ein winziges, aber quicklebendiges Mädchen. Sofort war Willow wieder auf den Beinen, um ihre Kleine trocken zu lecken.
Erst als ich sicher war, dass  das Lämmchen auch wirklich bei Mama getrunken hatte und alles soweit in Ordnung war, verließ ich den Stall. Es dämmerte bereits. 
Wir nannten die Kleine Dawn....



Wenn Ihr wissen wollt, was Susanne Ptak aus Wolle so alles macht, erfahrt ihr Morgen.

In Ihren Ostfrieslandkrimis um die ermittelnde Holtlander Spinngruppe verbindet sie zwei ihrer wunderbaren Leidenschaften: Susanne liebt Wolle und das Krimischreiben! 
Wolle und Mordermittlungen haben etwas gemeinsam: Man darf nie den Faden verlieren! 


Hier die Links zu allen bisher erschienenen Teilen der Reihe:

Hochzeitsmord - Hier klicken
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Euer Klarant Team


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